Zahlungsanbieter für Onlineshops in der Schweiz: Gebühren, Auszahlung und Integration im Vergleich

Zahlungsanbieter für Onlineshops in der Schweiz: TWINT, Karte und Rechnung im Checkout
Zehn Zahlungsanbieter für Schweizer Onlineshops im Vergleich: Grundgebühren, Transaktionssätze für TWINT, Karten und PostFinance Pay, Auszahlung und Anbindung an WooCommerce und Shopify. Alle Zahlen von den offiziellen Preisseiten (Stand September 2026), mit Modellrechnung und Erfahrungen aus unseren Projekten.

Inhaltsverzeichnis:

Auf einen Blick

Das Wichtigste in Kürze

  • Drei Fragen entscheiden über den Zahlungsanbieter: Welche Zahlungsmittel brauchen die Kundinnen und Kunden (in der Schweiz: TWINT, Karten, Rechnung), was kostet die Abwicklung pro Bestellung, und wie sauber ist die Anbindung ans Shopsystem?
  • TWINT ist Pflicht: 86 % der Schweizer Onlineshops bieten TWINT an, 901 Millionen Transaktionen im Jahr 2025 (TWINT, Februar 2026). Nicht jeder Anbieter unterstützt es zu denselben Konditionen.
  • PostFinance Pay nur bei Schweizer Anbietern: Stripe, Adyen, Mollie, PayPal und Shopify Payments führen PostFinance Pay nicht. Dafür braucht es Payrexx, Wallee, PostFinance Checkout, Saferpay oder Datatrans.
  • Rechnung ist beim Umsatz die Nummer eins: 34,6 % des Umsatzes im Schweizer Distanzhandel läuft über Rechnung (Swiss Payment Monitor 2/2026). Kein Anbieter deckt das ohne Zusatzpartner vollständig ab.
  • Kostenunterschied bei kleinen Shops: In unserer Modellrechnung (CHF 10’000 Umsatz, 100 Bestellungen) liegen die günstigsten Anbieter bei rund CHF 180 pro Monat, die teuersten bei CHF 270.
  • Shopify-Sonderregel: Wer einen externen Zahlungsanbieter statt Shopify Payments nutzt, zahlt je nach Plan 0,2 bis 2 % Zusatzgebühr an Shopify.

Warum die Wahl des Zahlungsanbieters in der Schweiz anders ist als in der EU

Zahlungsmittel im Schweizer Onlinehandel: mobiles Bezahlen führt bei der Anzahl, Rechnung beim Umsatz

Wer einen Vergleich aus Deutschland liest, findet dort PayPal, Klarna und SEPA-Lastschrift als Standard. In der Schweiz sieht das Zahlungsverhalten anders aus, und genau das entscheidet, welcher Zahlungsanbieter passt.

Zahlungsmittel im DistanzhandelAnteil TransaktionenAnteil Umsatz
Mobiles Bezahlen (TWINT, Apple Pay, Google Pay u. a.)72,3 %33,3 %
Rechnung15,7 %34,6 %
Kreditkarte (nicht mobil)4,9 %21,1 %
Debitkarte (nicht mobil)2,2 %2,0 %
Internetbezahlverfahren1,4 %2,8 %
Andere3,5 %6,2 %

Quelle: Swiss Payment Monitor 2/2026 (ZHAW und Universität St. Gallen), Erhebung Mai 2026, Abbildungen 9 und 10. «Mobiles Bezahlen» wird dort nicht nach Apps aufgeschlüsselt; TWINT ist laut SNB-Zahlungsmittelumfrage 2025 die meistgenutzte Bezahl-App der Schweiz.

Drei Dinge fallen auf:

  1. Mobile Zahlungen dominieren bei der Anzahl, Rechnung beim Umsatz. Kleine Beträge laufen über TWINT, grosse über Rechnung. Ein Shop mit hohen Warenkörben ohne Rechnungskauf verliert Umsatz, den er nicht einmal sieht.
  2. Die Rechnung hat 2026 zugelegt: +4,0 Prozentpunkte bei den Transaktionen, +12,4 Prozentpunkte beim Umsatz gegenüber der Vorerhebung. Rechnungskauf ist kein Auslaufmodell.
  3. PayPal spielt in den Schweizer Daten keine sichtbare Rolle. Der Swiss Payment Monitor weist «Internetbezahlverfahren» mit 1,4 % aus, ohne PayPal einzeln zu nennen.

Auf Händlerseite bestätigt die Onlinehändlerbefragung 2025 des Handelsverband.swiss (FHNW, 643 befragte Händler) das Bild: TWINT ist neben der Kreditkarte erstmals das am häufigsten eingesetzte Zahlungsmittel, gefolgt vom Kauf auf Rechnung.

Die Zahlen von TWINT selbst bestätigen die Dominanz (Medienmitteilung 17. Februar 2026): über 6 Millionen Nutzerinnen und Nutzer, 901 Millionen Transaktionen im Jahr 2025, Akzeptanz in 86 % der Schweizer Onlineshops (2024: 84 %). PostFinance nennt für PostFinance Pay ein Potenzial von rund 2,4 Millionen Kundinnen und Kunden; die Zahlungsart löst PostFinance Card und E-Finance im Onlinehandel bis Ende 2026 ab.

Für die Anbieterwahl heisst das: TWINT und Karten muss jeder Anbieter können. PostFinance Pay und Rechnungskauf sind die Punkte, an denen sich die Anbieter unterscheiden.

Die Begriffe, die in jeder Preisliste vorkommen

Die Preislisten der Anbieter sind nur vergleichbar, wenn klar ist, was sie abrechnen. Vier Begriffe reichen.

Wie eine Onlinezahlung läuft: Shop, Payment Service Provider, Acquirer und Auszahlung

Payment Service Provider (PSP) oder Gateway: Die Technik zwischen Shop und Zahlungsnetz. Der PSP zeigt die Zahlungsseite an, prüft die Karte, meldet dem Shop «bezahlt». Dafür verlangt er meist eine Grundgebühr pro Monat und eine fixe Gebühr pro Transaktion (z. B. CHF 0.18).

Acquirer: Der Vertragspartner, der das Geld tatsächlich einzieht und auszahlt. Bei Karten ist das ein Acquiring-Institut, bei TWINT die TWINT Acquiring AG oder ein Partner, bei PostFinance Pay die PostFinance. Der Acquirer verlangt die prozentuale Gebühr (z. B. 1,55 % vom Betrag).

Collecting-Modell (alles aus einer Hand): Der Anbieter übernimmt beide Rollen oder bündelt sie in einem Vertrag. Ein Vertrag, eine Rechnung, eine Auszahlung. Beispiele: Payrexx, Stripe, Shopify Payments, PostFinance Checkout All-in-one.

Getrenntes Modell (Gateway plus eigene Acquiring-Verträge): Der PSP verrechnet nur seine Technik, die Prozentsätze werden direkt mit den Acquirern ausgehandelt. Mehr Aufwand, bei hohem Volumen oft günstiger. Beispiele: Wallee (wahlweise), Datatrans, Saferpay, PostFinance Checkout Flex.

Ein Vertrag für alles oder Gateway plus eigene Acquiring-Verträge: die zwei Preismodelle

Die Preisseiten zeigen deshalb zwei Arten von Zahlen: «CHF 0.20 + 1,55 %» bedeutet Gateway-Fixgebühr plus Acquiring-Prozentsatz. «ab CHF 0.17 pro Transaktion, Kommissionen auf Anfrage» bedeutet: Der wichtigere Teil des Preises steht nicht auf der Website.

Die zehn Zahlungsanbieter im Vergleich

Alle Werte stammen von den offiziellen Preisseiten und Dokumentationen, abgerufen am 25. September 2026, exkl. MwSt. «Karten CH» = Schweizer Visa/Mastercard online. Wo «auf Anfrage» steht, publiziert der Anbieter keinen Preis.

Anbieter (Sitz)Grundgebühr / MonatEinrichtungVisaMastercardKarten CHTWINTTWINTPostFinance PayPostFinance Pay
Payrexx (Thun), Abo Standard*CHF 19 (Jahresabo)keine genannt1,65 % + 0.181,25 % + 0.181,90 % + 0.20
Wallee (Winterthur), BasicCHF 19.95keine PflichtgebührCHF 0.20 + 1,55 %**CHF 0.20 + 1,3 %**CHF 0.20 + 1,3 %**
PostFinance Checkout All-in-oneCHF 14.90CHF 1992,5 %, min. CHF 0.202,5 %, min. CHF 0.202,5 %, min. CHF 0.20
PostFinance Checkout FlexCHF 19.90CHF 249CHF 0.18 + AcquirerCHF 0.18 + AcquirerCHF 0.18 + 1,3 % (Direktvertrag)
Worldline Saferpay (Zürich)CHF 19.90CHF 0ab CHF 0.17 + Kommission auf Anfrageditodito
Datatrans / Planet (Zürich)EUR 20 (Get started) / EUR 120 (Scale now)keine genanntEUR 0.25 + AcquirerEUR 0.25 + AcquirerEUR 0.25 + Acquirer
Stripe (Dublin)keinekeine2,9 % + 0.30 (international 3,25 % + 0.30)1,9 % + 0.30nicht unterstützt
Adyen (Amsterdam)keine, aber MindestrechnungkeineEUR 0.11 + Interchange++ + 0,60 %EUR 0.11 + 2,3 %nicht gelistet
Mollie (Amsterdam)keinekeinekeine CH-Preisliste; EWR-Karten 1,80 % + € 0.252,30 % + € 0.25nicht gelistet
PayPalkeine genanntkeine genannt3,4 % + 0.55 (nur PayPal-Wallet)––
Shopify Payments, Plan Basic*im Shopify-Plan (CHF 21 jährlich)keine2,95 % + 0.301,75 % + 0.30nicht gelistet

* Payrexx Free und Premium sowie Shopify Grow, Advanced und Plus: siehe Detailtabellen weiter unten. ** Wallee: «Die tatsächliche Verarbeitungsgebühr kann je nach Branche, Risiko und Transaktionsvolumen abweichen» (Fussnote Preisseite).

Welcher Zahlungsanbieter TWINT, PostFinance Pay, Rechnungskauf, WooCommerce und Shopify unterstützt

Was Tabelle und Matrix zeigen:

  • Nur fünf Anbieter führen PostFinance Pay, alle mit Sitz in der Schweiz. Stripe listet PostFinance ausdrücklich als «externe Zahlungsmethode, nicht auf Stripe unterstützt».
  • TWINT kostet je nach Anbieter zwischen 1,25 % und 2,3 %, also fast das Doppelte. Im Direktvertrag mit der TWINT Acquiring AG sind es 1,35 % (Preisliste Version 1.2, Juli 2026).
  • Bei Saferpay und Datatrans steht der grössere Teil des Preises nicht auf der Website. Das ist kein Mangel, sondern das Geschäftsmodell: Gateway-Gebühr publiziert, Acquiring individuell.
  • Adyen und Mollie rechnen in Euro ab, auch für Schweizer Händler. Mollie bietet keine Schweizer Preisliste; Adyen zeigt mit Standort Schweiz die Verarbeitungsgebühr als EUR 0.11.

Was kostet das konkret? Eine Modellrechnung

Annahmen: 100 Bestellungen à CHF 100 pro Monat (CHF 10’000 Umsatz), 50 % TWINT, 50 % Schweizer Visa/Mastercard, keine Rückerstattungen, keine Rechnungskäufe. Die Zahlen sind die publizierten Standardkonditionen ohne MwSt. und ohne individuelle Offerten. Sie zeigen die Grössenordnung, nicht die eigene Rechnung.

Monatliche Kosten der Zahlungsabwicklung bei CHF 10'000 Umsatz im Vergleich von acht Anbietern
AnbieterGrundgebührTransaktionsgebührenTotal pro MonatEffektiver Satz
Payrexx StandardCHF 19CHF 163CHF 1821,82 %
Wallee Basic (Standardkonditionen*)CHF 19.95 + CHF 20 GatewayCHF 142.50CHF 1821,82 %
Payrexx PremiumCHF 49CHF 148CHF 1971,97 %
Payrexx FreeCHF 0CHF 220CHF 2202,20 %
Shopify Payments Grow (ohne Planpreis)–CHF 250CHF 2502,50 %
PostFinance All-in-oneCHF 14.90CHF 250CHF 2652,65 % (plus CHF 199 einmalig)
Shopify Payments Basic (ohne Planpreis)–CHF 265CHF 2652,65 %
StripeCHF 0CHF 270CHF 2702,70 %

Nicht berechenbar, weil Acquiring-Kommissionen nicht publiziert sind: Saferpay (Gateway allein CHF 36.90), Datatrans (Gateway allein EUR 45), Adyen (Interchange++), PostFinance Flex. * Wallee-Konditionen mit Vorbehalt je nach Branche und Volumen.

Drei Beobachtungen:

  • Die Grundgebühr ist bei diesem Volumen zweitrangig. Zwischen Payrexx Free (CHF 0) und Payrexx Standard (CHF 19) liegen CHF 38 pro Monat zugunsten des Abos. Die tieferen Transaktionsgebühren zahlen das Abo bei diesem Zahlungsmix schon ab rund 35 Bestellungen à CHF 100.
  • Der TWINT-Anteil entscheidet. Bei 50 % TWINT sind Anbieter mit tiefen TWINT-Sätzen (Payrexx, Wallee) rund 30 % günstiger als Stripe. Bei einem Shop mit 80 % Kartenzahlung schrumpft der Abstand.
  • Der Shopify-Effekt: Ein Shopify-Basic-Shop mit Payrexx Standard zahlt CHF 182 an Payrexx plus 0,35 % Payrexx-Shopify-Zuschlag (CHF 35) plus 2 % Shopify-Drittanbietergebühr (CHF 200), zusammen also CHF 417 statt CHF 265 mit Shopify Payments. Auf Shopify lohnt sich ein Drittanbieter nur mit PostFinance-Bedarf oder ab dem Advanced-Plan.

Welcher Zahlungsanbieter passt zu welchem Shop?

Zahlungsanbieter nach Shop-Phase: Start ohne Fixkosten, Wachstum mit Abo, bestehender Vertrag bleibt

WooCommerce, Start bis mittleres Volumen, Schweizer Kundschaft: Payrexx Standard oder Wallee Basic. Beide decken TWINT, Karten, PostFinance Pay und Rechnungskauf über Partner ab, beide haben offizielle Plugins. Payrexx ist einfacher, Wallee flexibler beim Acquiring.

WooCommerce, PostFinance-Kundschaft wichtig, kleines Volumen: PostFinance Checkout All-in-one mit einem Vertrag und einem Prozentsatz. Preislich ist Payrexx Standard bei unserem Zahlungsmix schon ab wenigen Bestellungen pro Monat günstiger; All-in-one gewinnt durch Einfachheit, nicht durch den Preis.

Shopify, keine PostFinance-Pflicht: Shopify Payments. Die Drittanbieter-Gebühr macht jede andere Lösung teurer.

Shopify, PostFinance Pay zwingend: Payrexx oder Wallee als Zusatzanbieter, mit Shopify-Zuschlag und Drittanbieter-Gebühr einkalkuliert, oder der Advanced-Plan (0,6 %), wenn das Volumen es trägt.

Hohe Warenkörbe (B2B, Möbel, Technik): Rechnungskauf mit Zahlungsgarantie (CembraPay oder Powerpay) über Wallee, Payrexx oder Datatrans. Ein Drittel des Schweizer Online-Umsatzes läuft über Rechnung. Wer sie nicht anbietet, verliert einen Teil dieser Käufe.

Internationale Kundschaft, Abos, Marktplatz-Modelle: Stripe oder Adyen, im Wissen, dass PostFinance fehlt und die Kartengebühren höher sind.

Ab mittlerem sechsstelligem Jahresumsatz: Saferpay, Datatrans oder Wallee Business mit eigenen Acquiring-Verträgen. Hier sind Offerten Pflicht, weil die publizierten Preise nur den Gateway-Teil zeigen.

Die Anbieter im Detail

Sechs Anbieter kommen für Schweizer KMU regelmässig in Frage und bekommen ein volles Profil. Vier weitere fassen wir am Ende kurz zusammen.

Payrexx, der Schweizer Allrounder für kleine und mittlere Shops

Payrexx AG aus Thun bietet drei Abos: Free (CHF 0), Standard (CHF 19 pro Monat bei einem Jahr Laufzeit, CHF 17 bei zwei, CHF 15 bei drei Jahren) und Premium (CHF 49 / 44 / 39). Die Abos werden jährlich im Voraus abgerechnet; monatliche Zahlung ist nicht möglich. Kündigung 30 Tage vor Ablauf.

Die Transaktionsgebühren sind vollständig publiziert und gelten inklusive Acquiring («Payrexx Pay», keine Zusatzverträge nötig):

ZahlungsmittelFreeStandardPremium
MastercardVisaMastercard / Visa (CH)2,50 % + 0.301,65 % + 0.181,35 % + 0.18
Business- und internationale Karten3,40 % + 0.183,40 % + 0.183,40 % + 0.18
TWINTTWINT1,30 % + 0.301,25 % + 0.181,25 % + 0.18
PostFinance PayPostFinance Pay1,90 % + 0.201,90 % + 0.201,50 % + 0.20
Apple PayGoogle PayApple Pay / Google Paywie Kartenwie Kartenwie Karten
Kauf auf Rechnung (via Partner)0,60 %0,50 %0,50 %
KlarnaKlarna2,40 % + 0.302,40 % + 0.301,60 % + 0.20
American ExpressAmerican Express2,90 % + 0.302,90 % + 0.202,90 % + 0.20

Auszahlung standardmässig wöchentlich, wahlweise täglich oder monatlich, CHF 0.30 pro Auszahlung; Währungen CHF, EUR, USD, GBP (Umrechnung 2 %). Startups unter fünf Jahren erhalten 30 % Rabatt auf das Abo, gemeinnützige Organisationen 50 %.

Integration: Offizielles WooCommerce-Plugin (wordpress.org, Autor Payrexx). Shopify-App vorhanden, aber mit 0,35 % Zusatzgebühr pro Transaktion und laut Payrexx-Dokumentation ohne Apple Pay, Google Pay und Rechnungskauf.

Einschätzung: Für WooCommerce-Shops bis mittleres Volumen die einfachste Lösung mit vollständiger Schweizer Abdeckung. Bei Shopify konkurriert Payrexx mit Shopify Payments und zahlt doppelt (Payrexx-Zuschlag plus Shopify-Drittanbietergebühr).

Wallee, die Winterthurer Plattform mit getrenntem Preismodell

Wallee Group AG verrechnet keine prozentuale Gebühr selbst: «Diese wird direkt vom Acquirer abgezogen, abhängig von Ihrem Vertrag.» Die Plattform kostet CHF 19.95 (Basic) oder CHF 69.90 (Business) pro Monat plus CHF 0.20 bzw. CHF 0.12 pro Live-Transaktion. Business lohnt sich laut Wallee ab 300 Transaktionen.

Die auf der Schweizer Preisseite ausgewiesenen Standard-Acquiring-Konditionen (mit Vorbehalt je nach Branche und Volumen): Visa/Mastercard 1,55 %, TWINT 1,3 %, PostFinance Pay und Card 1,3 %, American Express 1,95 %, Diners 2,6 %, Rechnung via PowerPay «ca. 0,9 %». Ab CHF 50’000 Umsatz gibt es individuelle Offerten.

Auszahlung alle sieben Tage ab Mindestbetrag, in CHF oder EUR. Kündigung jederzeit (Mindestlaufzeit ein Monat, sofern nichts anderes vereinbart). Ab dem dritten «Space» CHF 5 pro Monat, ab der sechsten Zahlungsart CHF 1.50 pro Monat.

Integration: Offizielles WooCommerce-Plugin («Developed by wallee»). Shopify über Payment-Integration mit 0,3 % Shopify-Zuschlag.

Einschätzung: Gleiches Preisniveau wie Payrexx Standard, aber mit der Option, eigene Acquiring-Verträge zu nutzen. Das ist interessant, wenn der Shop wächst. Der Aufbau ist technischer; wer ein einziges Dashboard will, ist bei Payrexx besser aufgehoben. Wallee ist ausserdem der Akzeptanzpartner hinter PostFinance Checkout All-in-one.

PostFinance Checkout mit drei Paketen und einem Vertrag

PostFinance bietet drei Varianten, alle mit PostFinance als PSP:

All-in-oneE-Com BundleFlex
Zielgruppe laut PostFinanceJahresumsatz bis CHF 200’000ab CHF 200’000ab CHF 200’000, freie Partnerwahl
GrundgebührCHF 14.90 / MonatCHF 19.90 / MonatCHF 19.90 / Monat
EinrichtungCHF 199keineCHF 249
Transaktionsgebühr2,5 %, min. CHF 0.20, alle ZahlungsartenPostFinance Pay 1,3 %, TWINT 1,3 %, Visa/Mastercard 1,55 %, je min. CHF 0.20je Akzeptanzpartner
PSP-GebührkostenlosCHF 0.18CHF 0.18
AcquiringWallee Group AG, vorkonfiguriertWallee Group AG, vorkonfiguriertfrei wählbar, separate Verträge

All-in-one ist bewusst einfach: ein Prozentsatz für alles, keine Unterscheidung nach Kartenherkunft. Das ist bei kleinem Volumen bequem, bei TWINT-lastigen Shops aber teuer (2,5 % statt 1,3 %). Bei Flex ist PostFinance Pay über den Direktvertrag mit 1,3 % Kommission publiziert; Gutschrift spätestens einen Tag nach Buchung.

Kündigung über das Checkout-Backoffice, Beendigung 30 Tage nach dem letzten Abrechnungslauf. Support Plus kostet CHF 69.90 pro Monat.

Integration: Offizielles WooCommerce-Plugin (PostFinance AG). Shopify über «Connected Services» mit 0,3 % Zuschlag, Wix mit 0,15 %.

Einschätzung: All-in-one ist die richtige Wahl für einen kleinen Shop, der «einfach» will und PostFinance-Kunden bedienen muss. Sobald TWINT und Karten den Grossteil ausmachen, ist Payrexx Standard oder Wallee Basic günstiger. Der Auszahlungsrhythmus ist auf der Produktseite nicht publiziert und sollte vor Vertragsabschluss erfragt werden.

Worldline Saferpay, das Enterprise-Gateway mit Volumenpreisen

Saferpay von Worldline Schweiz AG kostet CHF 19.90 pro Monat, keine Aufschaltgebühr, ab CHF 0.17 pro Transaktion mit Volumenrabatt (Preisliste 07/2024). Die Kommissionen je Zahlungsmittel werden vertraglich vereinbart und nicht publiziert. Mindestlaufzeit 12 Monate mit automatischer Verlängerung, Kündigungsfrist 3 Monate per Einschreiben; für Acquiring-Verträge 6 Monate.

Auszahlung täglich, wöchentlich oder monatlich nach Vereinbarung. Zahlungsmittel: TWINT, PostFinance Pay, Visa, Mastercard, American Express, Apple Pay, Google Pay, PayPal, Klarna, Reka, boncard.

Integration: Kein Worldline-eigenes WooCommerce-Plugin; das Partner-Plugin von PIT Solutions (WebshopExtension.com) ist der offizielle Weg. Das frühere wordpress.org-Plugin wurde im November 2025 geschlossen. Shopify wird laut Saferpay-Dokumentation nicht mehr unterstützt.

Einschätzung: Für KMU mit WooCommerce eine solide, aber vertraglich starre Lösung (12 Monate, Einschreiben). Ohne publizierte Kommissionen ist ein Vergleich erst nach Offerte möglich. Für Shopify-Shops keine Option.

Shopify Payments, integriert und mit Drittanbieter-Gebühr als Hebel

Für Shopify-Shops ist Shopify Payments der eingebaute Anbieter. Die Schweizer Preisseite nennt je Plan:

PlanPlanpreis (jährlich / monatlich)Karten CH onlineAmex und internationalTWINTGebühr für externe Zahlungsanbieter
BasicCHF 21 / 292,95 % + 0.303,15 % + 0.301,75 % + 0.302 %
GrowCHF 59 / 792,75 % + 0.302,95 % + 0.301,65 % + 0.301 %
AdvancedCHF 269 / 3592,55 % + 0.302,85 % + 0.301,45 % + 0.300,6 %
Plusab EUR 2’1002,3 % + 0.302,6 % + 0.301,35 % + 0.300,2 %
Shopify verrechnet auf externe Zahlungsanbieter eine zusätzliche Gebühr pro Bestellung

Die Gebühr für externe Zahlungsanbieter ist der entscheidende Punkt: Sie fällt auf jede Bestellung an, die über Payrexx, Wallee, PostFinance Checkout oder einen anderen Drittanbieter läuft, zusätzlich zu dessen Gebühren und auch dann, wenn Shopify Payments parallel aktiv ist. Ausgenommen sind nur Shopify Payments, Shop Pay und PayPal Express Checkout. Wer Shopify Payments und einen Drittanbieter parallel betreibt, zahlt auf Shopify-Payments-Transaktionen zudem 1,25 % Aufschlag.

Unterstützt in der Schweiz: Visa, Mastercard, Amex, Maestro, UnionPay, Apple Pay, Google Pay, Shop Pay, TWINT, Klarna (2,99 % + 0.35, Plus 2,19 %). PostFinance Pay nicht. Auszahlung frühestens nach 3 Werktagen in CHF oder EUR; Chargeback-Gebühr CHF 15 (bei Gewinn erstattet). Auf die Gebühren kommt die Schweizer MwSt.

Einschätzung: Für einen Shopify-Shop ohne PostFinance-Bedarf ist Shopify Payments meist die günstigste Gesamtlösung, weil die Drittanbieter-Gebühr wegfällt. Wer PostFinance Pay braucht, kommt um einen Schweizer PSP plus 0,2–2 % Shopify-Gebühr nicht herum oder verzichtet bewusst darauf.

Stripe, international und ohne PostFinance

Stripe verlangt für Schweizer Händler 2,9 % + CHF 0.30 für Schweizer Karten, 3,25 % + CHF 0.30 für internationale Karten, plus 2 % bei Währungsumrechnung. TWINT: 1,9 % + CHF 0.30. Keine Grundgebühr, keine Einrichtungsgebühr, jederzeit kündbar. Gebühr bei Zahlungsanfechtung (Dispute) CHF 20. Klarna über Stripe: 2,99 % + CHF 0.35.

Auszahlung wählbar täglich, wöchentlich oder monatlich; die erste Auszahlung erfolgt nach 7 Kalendertagen, danach nach 3 Werktagen. Mindestauszahlung CHF 5. PostFinance Pay ist ausdrücklich nicht auf Stripe verfügbar.

Integration: Offizielle WooCommerce-Extension von Stripe. Ob TWINT darin für Schweizer Shops aktivierbar ist, nennt die Woo-Dokumentation nicht ausdrücklich. Das lässt sich vor dem Entscheid im Testmodus prüfen. Für Shopify ist Shopify Payments (technisch auf Stripe aufgebaut) der Weg.

Einschätzung: Stark bei Abos, internationalen Kunden und Entwickler-Integration. Für einen rein schweizerischen KMU-Shop ist Stripe bei Karten die teuerste Option in unserem Vergleich und deckt PostFinance nicht ab.

Vier Anbieter, die für Schweizer KMU selten die erste Wahl sind

Alle vier funktionieren in der Schweiz, aber jeder hat eine Lücke, die für einen KMU-Shop mit Schweizer Kundschaft ins Gewicht fällt.

AnbieterPreismodell (kurz)Warum selten die erste WahlSinnvoll, wenn
Datatrans (Planet)Reines Gateway, Preise nur in Euro: EUR 20 (Get started) oder EUR 120 (Scale now) pro Monat plus EUR 0.25 je Transaktion. Acquiring nicht enthalten.Für jedes Zahlungsmittel braucht es einen eigenen Vertrag. Weder Plugin-Link noch AGB auf der Website auffindbar.Der Shop macht einen mittleren sechsstelligen Jahresumsatz und verhandelt das Acquiring bewusst selbst. Über 40 Zahlungsmittel inklusive aller Schweizer.
AdyenInterchange++ (die tatsächlichen Kartenkosten werden 1:1 weitergegeben) plus 0,60 % Marge plus EUR 0.11 je Transaktion; TWINT 2,3 %. Keine Grundgebühr, aber eine nicht publizierte Mindestrechnung.PostFinance nicht gelistet, für WooCommerce nur ein Partner-Plugin, zwei Monate Kündigungsfrist.Der Shop skaliert international oder betreibt Omnichannel mit eigenem Kassensystem.
MollieAbrechnung in Euro: EWR-Karten 1,80 % + € 0.25, TWINT 2,30 % + € 0.25.Keine Schweizer Preisliste, Auszahlungen in CHF nur «in Einzelfällen», PostFinance nicht gelistet.Der Shop verkauft vor allem in die EU. Offizielle Plugins für WooCommerce und Shopify vorhanden.
PayPal3,4 % + CHF 0.55 inländisch, international bis 1,99 % Zuschlag, 3 % bei Währungsumrechnung, Rückbuchung CHF 22.Eine Zahlungsmethode, kein vollwertiger Zahlungsanbieter für Karten und TWINT. Die Gebührenseite trägt das Datum 16. März 2022.Als Zusatzoption für Kundschaft aus dem Ausland, nicht als Hauptzahlungsweg. Die Schweizer Nutzungsdaten geben das nicht her.

Kauf auf Rechnung: vier Wege, ein Risiko

Kauf auf Rechnung mit Zahlungsgarantie: der Anbieter trägt das Ausfallrisiko

Rechnung ist beim Umsatz das wichtigste Zahlungsmittel im Schweizer Onlinehandel und das einzige, bei dem der Shop selbst entscheiden muss, wer das Ausfallrisiko trägt. Vier Wege:

WegWer trägt das AusfallrisikoKostenVerfügbar über
CembraPay (aus Swissbilling und Byjuno, Cembra Money Bank)CembraPay («volle Zahlungsgarantie»)nicht publiziert, auf AnfrageDatatrans, Wallee, Payrexx; Plugins für WooCommerce, Shopify, Shopware, Magento u. a.
Powerpay (MF Group AG)PowerpayWallee nennt «ca. 0,9 %»Wallee, Datatrans
KlarnaKlarnavertraglich, nicht publiziertStripe (2,99 % + 0.35), Adyen, Mollie, Payrexx (2,40 % + 0.30), Shopify Payments (2,99 % + 0.35)
Eigene Rechnung (Vorkasse / Rechnung ohne Partner)der Shopkeine Gebühr, aber Mahnwesen und AusfälleShopify «manuelle Zahlungsmethoden», WooCommerce «Direct Bank Transfer»

Zur Einordnung: Cembra beziffert den eigenen Marktanteil am Schweizer Markt für Rechnungs- und Ratenkauf (BNPL, «buy now, pay later») im Geschäftsbericht 2023 auf 30–40 %.

Fünf Fragen vor der Wahl des Anbieters

  1. Welche Zahlungsmittel brauchen die Kundinnen und Kunden? TWINT und Karten sind gesetzt. Rechnung bringt 34,6 % des Umsatzes im Schweizer Distanzhandel. Wer sie anbietet, braucht einen Partner für das Ausfallrisiko (Abschnitt «Kauf auf Rechnung»).
  2. Ist PostFinance Pay ein Muss? Wenn ja, bleiben nur Payrexx, Wallee, PostFinance Checkout, Saferpay oder Datatrans (Vergleichstabelle).
  3. Welches Shopsystem? Bei Shopify gehört die Drittanbieter-Gebühr von 0,2 bis 2 % in jede Rechnung mit einem externen Anbieter (Abschnitt Shopify Payments). Bei WooCommerce entscheidet, ob der Anbieter ein offizielles Plugin hat.
  4. Wie viele Bestellungen pro Monat? Wenige: ein Anbieter ohne Grundgebühr. Regelmässig: ein Abo mit tieferen Transaktionssätzen rechnet sich (Modellrechnung).
  5. Gibt es schon einen Vertrag? Wer bereits einen Acquiring-Vertrag hat, prüft zuerst, ob der neue Shop ihn per Plugin anbinden kann, wie im Beispiel der ETH Zürich (Abschnitt «Fazit»).

Wer diese fünf Antworten hat, kann die Vergleichstabelle auf zwei bis drei Anbieter reduzieren und bei Saferpay oder Datatrans gezielt eine Offerte einholen.

Methodik und Quellen

Alle Preise, Konditionen und Marktzahlen wurden am 25. September 2026 direkt auf den offiziellen Preisseiten, Dokumentationen und AGB der Anbieter sowie in den Originalpublikationen der Forschungsinstitute erhoben. Keine Zahl stammt aus Vergleichsportalen oder Blogs. Wo ein Anbieter keinen Preis publiziert, steht «auf Anfrage». Preisseiten tragen in der Regel kein Datum; Änderungen nach dem Abrufdatum sind möglich. Wir aktualisieren den Artikel halbjährlich.

Anbieter: Payrexx · Wallee · PostFinance Checkout · PostFinance Pay · Worldline Saferpay · Datatrans · Stripe · Adyen · Mollie · PayPal · Shopify · TWINT Acquiring · Google Pay · CembraPay

Marktdaten: Swiss Payment Monitor 2/2026 (ZHAW und Universität St. Gallen, Erhebung Mai 2026) · SNB-Zahlungsmittelumfrage 2025 · Onlinehändlerbefragung 2025 (Handelsverband.swiss / FHNW) · TWINT-Medienmitteilung 17.02.2026

Marco Hofer, Gründer, CEO und Marketing
Marco Hofer, Gründer, CEO und Marketing

Unsere Empfehlung für Schweizer KMU

Marco Hofer, Gründer, CEO und Marketing
Marco Hofer, Gründer, CEO und Marketing

Bei jedem Shop-Projekt richten wir die Zahlungsanbindung mit ein und wählen den Anbieter nach der Phase des Shops, nicht nach dem Logo. Beim Start ohne Fixkosten, mit Volumen ins Abo, und wer PostFinance-Kunden hat, nimmt einen Schweizer Anbieter. Unsere Webshop-Leistungen im Überblick.

Als Webdesign- und E-Commerce-Agentur aus der Schweiz begleiten wir KMU bei der Wahl und Integration des Zahlungsanbieters, inklusive Testzahlungen für TWINT, PostFinance Pay und Rechnungskauf.

Gründer, CEO und Marketing

Unser Fazit

Fazit und unsere Einschätzung als Agentur

Der Schweizer Markt hat drei Besonderheiten, die jede Anbieterwahl bestimmen: TWINT als meistgenutztes Online-Zahlungsmittel, PostFinance Pay als Zahlungsart, die nur Schweizer Anbieter führen, und die Rechnung als umsatzstärkster Weg. Ein Anbieter, der eine dieser drei nicht abdeckt, kostet Umsatz, unabhängig von seinen Gebühren. Aus unserer Praxis drei Empfehlungen:

  1. Nach dem Zahlungsmix entscheiden, nicht nach der Grundgebühr. CHF 19 pro Monat sind bei CHF 10’000 Umsatz 0,19 %. Die Transaktionsgebühren machen das Zehnfache aus. Wer viel TWINT hat, spart mit Payrexx oder Wallee; wer PostFinance-Kunden hat, braucht einen Schweizer PSP.
  2. Auf Shopify ist Shopify Payments gesetzt, solange PostFinance Pay kein Muss ist. Jeder externe Anbieter kostet zusätzlich 0,2 bis 2 % Drittanbieter-Gebühr und meist einen App-Zuschlag. Das frisst den Preisvorteil in den meisten Fällen auf. Wer seinen Shopify-Shop erstellen lassen will, sollte das vor dem Anbieterentscheid wissen.
  3. Preisseiten ohne Acquiring-Kommission sind keine Preisangabe. Saferpay und Datatrans sind Enterprise-Gateways, bei denen erst die Offerte den Vergleich erlaubt. Was ein Onlineshop sonst noch pro Monat kostet, zeigt unser Ratgeber zu den laufenden Kosten.

So haben wir es in Kundenprojekten gelöst

In unseren Shop-Projekten haben sich drei Muster herausgebildet. Den Ausschlag gibt die Phase des Shops, kein Anbieter ist per se «der beste».

  1. Beim Start: Shopify Payments, weil keine Fixkosten anfallen.Ein neuer Shop hat in den ersten Monaten wenige Bestellungen. Dann zählt jede Grundgebühr, und ein Anbieter ohne Monatsabo ist die richtige Wahl, auch wenn die Gebühr pro Bestellung etwas höher ist. So sind wir beim Supplement-Shop von LivingNatural und beim Werkzeughandel von AB Lager gestartet: Shopify Payments, TWINT und Karten aktiviert, keine Vertragsverhandlung, Auszahlung direkt in CHF.
  2. Mit Volumen: PostFinance Checkout Flex, weil das Abo sich rechnet.Sobald ein Shop regelmässig Bestellungen hat, lohnt sich ein Monatsabo mit tieferen Transaktionssätzen, und ein eigenes Dashboard für alle Zahlungen, unabhängig vom Shopsystem, vereinfacht die Buchhaltung. Bei Shopify-Shops gehört die Drittanbieter-Gebühr von Shopify in diese Rechnung (siehe Abschnitt Shopify Payments); ob sich der Wechsel lohnt, entscheidet der Zahlungsmix des einzelnen Shops. Diesen Weg sind wir beim Lehrmittel-Shop von Praktisch & Praxis und beim Webshop-Relaunch von REItec gegangen.
  3. Bei bestehendem Vertrag: den Anbieter behalten.Die ETH Zürich nutzte bereits Worldline (Saferpay, damals SIX Payment Services). Beim Zusammenführen dreier Abteilungs-Shops auf eine WooCommerce-Plattform haben wir den bestehenden Vertrag über das Saferpay-Plugin angebunden, statt einen Anbieterwechsel zu erzwingen. Ein Wechsel hätte neue Verträge, neue Auszahlungskonten und eine Umstellung der Buchhaltung bedeutet, und das für einen Vorteil, den niemand quantifizieren konnte.
  4. Und ein Lernstück: TWINT direkt an Shopify.Bei Praktisch & Praxis gab es zum Projektzeitpunkt nur einen Weg, TWINT in Shopify anzubieten, nämlich eine Direktanbindung ausserhalb von Shopify Payments. Das funktioniert, bringt aber zwei Dinge mit, die man kennen muss: einen zweiten Anbieter mit eigener Auszahlung und eigenem Abgleich, und die Frage, ob Shopify auf diesen Bestellungen die Gebühr für externe Zahlungsanbieter verrechnet.

Noch Fragen?

Häufige Fragen zu Zahlungsanbietern in der Schweiz

Kurz und verständlich beantwortet. Die passende Frage ist nicht dabei? Eine kurze Nachricht genügt.

Welcher Zahlungsanbieter ist für einen Schweizer Onlineshop am günstigsten?

Bei kleinem und mittlerem Volumen mit hohem TWINT-Anteil liegen Payrexx Standard und Wallee Basic in unserer Modellrechnung mit rund 1,8 % effektiven Kosten vorne. Stripe und Shopify Payments Basic kommen auf 2,65 bis 2,7 %. Ab hohem Volumen sind individuelle Acquiring-Verträge (Wallee, Saferpay, Datatrans) günstiger, aber nur nach Offerte vergleichbar.

Ja. TWINT wird laut TWINT in 86 % der Schweizer Onlineshops angeboten, und mobiles Bezahlen macht laut Swiss Payment Monitor 72 % der Online-Transaktionen aus. Ein Shop ohne TWINT wirkt in der Schweiz unvollständig.

Payrexx, Wallee, PostFinance Checkout, Worldline Saferpay und Datatrans. Stripe, Adyen, Mollie, PayPal und Shopify Payments führen PostFinance Pay nicht (Stand September 2026).

Im Direktvertrag mit der TWINT Acquiring AG 1,35 % im Distanzgeschäft. Über einen PSP zwischen 1,25 % + CHF 0.18 (Payrexx Standard) und 2,3 % (Adyen, Mollie).

Ja, aber Shopify verrechnet auf jede Bestellung über den Drittanbieter 2 % (Basic), 1 % (Grow), 0,6 % (Advanced) oder 0,2 % (Plus) zusätzlich, auf parallele Shopify-Payments-Transaktionen ausserdem 1,25 % Aufschlag.

Der PSP ist die Technik (Zahlungsseite, Schnittstelle zum Shop) und verrechnet meist eine Fixgebühr pro Transaktion. Der Acquirer zieht das Geld ein und verrechnet den Prozentsatz. Anbieter wie Payrexx oder Stripe bündeln beides in einem Vertrag; Datatrans oder Saferpay trennen es.

Payrexx standardmässig wöchentlich (täglich wählbar), Wallee alle 7 Tage, Stripe nach 3 Werktagen (erste Auszahlung nach 7 Tagen), Shopify Payments nach mindestens 3 Werktagen, Saferpay nach Vereinbarung täglich bis monatlich. PostFinance Checkout publiziert keinen Rhythmus.

Für Shops mit höheren Warenkörben ja: 34,6 % des Schweizer Online-Umsatzes läuft laut Swiss Payment Monitor 2/2026 über Rechnung. Anbieter mit Zahlungsgarantie (CembraPay, Powerpay) nehmen das Ausfallrisiko ab; die Konditionen gibt es nur auf Anfrage.

Nein. Beide laufen über die hinterlegte Karte und werden vom Zahlungsanbieter zum Kartensatz abgerechnet. Google bestätigt das ausdrücklich; Apple verweist auf den bestehenden Zahlungsanbieter.

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