Welches Shopsystem ist das beste? Vergleich für Schweizer KMU

Bestes Shopsystem für Schweizer KMU im Vergleich, drei Onlineshops mit einer klaren Empfehlung
«Shopify oder WooCommerce, und was ist mit Wix?» Die Frage nach dem besten Shopsystem lässt sich nicht mit einem Markennamen beantworten. Entscheidend ist, was der Shop können muss und wer ihn nach dem Start pflegt. Für die meisten Schweizer KMU läuft es am Ende auf Shopify oder WooCommerce hinaus. Dieser Ratgeber zeigt, welche Arten von Shopsystemen es gibt, wie sich Shopify, WooCommerce, Shopware, Wix und Magento bei Kosten und Aufwand unterscheiden, was ein Schweizer Onlineshop zusätzlich braucht und worauf wir bei der Wahl achten.

Inhaltsverzeichnis:

Auf einen Blick

Das Wichtigste in Kürze

  • Kein System für alle: Das beste Shopsystem ist das, das zu Sortiment, Budget und internen Ressourcen passt. Für die meisten Schweizer KMU sind das Shopify oder WooCommerce.
  • Shopify: Miet-Plattform ab CHF 21 pro Monat bei jährlicher Zahlung. Hosting, Sicherheit und Updates sind inklusive.
  • WooCommerce: Die Software ist kostenlos, dafür kommen Hosting, Plugins und Wartung dazu. Dafür ist fast alles individuell anpassbar.
  • Baukasten wie Wix oder Jimdo: günstig und schnell, stösst aber bei Design, Suchmaschinenoptimierung und Funktionen rasch an Grenzen.
  • Shopware und Magento: leistungsfähig, aber auf grössere Händler mit eigenem Entwicklerteam oder Agentur ausgelegt.
  • TWINT: Shopify bietet TWINT direkt über Shopify Payments an, bei WooCommerce läuft es über Plugins von Zahlungsanbietern.
  • Ein Wechsel ist aufwändig: Wer Wachstum plant, sollte das System so wählen, dass es in zwei, drei Jahren noch passt.

Welches Shopsystem ist das beste?

Das beste Shopsystem gibt es nicht, aber für die meisten Schweizer KMU ist es entweder Shopify oder WooCommerce. Shopify passt, wenn der Shop schnell online gehen und vom eigenen Team gepflegt werden soll. WooCommerce passt, wenn besondere Funktionen, Schnittstellen oder ein gemeinsamer Auftritt von Webseite und Shop gefragt sind.

Die entscheidende Frage ist deshalb weniger, welches System am meisten kann, sondern wer den Shop nach dem Start betreibt und was er in zwei, drei Jahren können muss. Wer diese beiden Fragen beantwortet hat, hat die Wahl meist schon getroffen.

Welche Shopsysteme gibt es?

Shopsysteme lassen sich in vier Arten einteilen, nämlich Homepage-Baukasten mit Shop, Miet-Plattformen, Open-Source-Systeme auf eigenem Hosting und Enterprise-Lösungen. Die Art sagt mehr über Kosten und Aufwand aus als der Markenname.

Welche Shopsysteme gibt es, Baukasten, Miet-Plattform, Open Source und Enterprise im Überblick
ArtBeispieleWie es funktioniert
Homepage-Baukasten mit ShopWix, Jimdo, SquarespaceAbo, Seite und Shop im Browser zusammenklicken
Miet-Plattform (SaaS)ShopifyAbo, Anbieter kümmert sich um Hosting, Sicherheit und Updates
Open Source auf eigenem HostingWooCommerce, Shopware, PrestaShopSoftware frei, Hosting und Wartung in eigener Verantwortung
EnterpriseMagento Open Source, Adobe Commercesehr umfangreich, meist mit eigenem Entwicklerteam

Die wichtigsten Shopsysteme im Vergleich

Die Systeme unterscheiden sich vor allem darin, wie viel sie laufend kosten und wie viel Betreuung sie brauchen. Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick.

SystemKostenmodellAufwand im BetriebPasst für
Shopifyab CHF 21 pro Monat bei jährlicher Zahlung, dazu Zahlungsgebühren und allfällige Appsgering, Hosting und Updates inklusiveKMU, die den Shop selbst pflegen wollen
WooCommerceSoftware kostenlos, dazu Hosting, Plugins und Wartungmittel, Updates und Sicherheit in eigener Verantwortungindividuelle Anforderungen, Webseite und Shop aus einem Guss
ShopwareCommunity Edition kostenlos, kommerzielle Editionen ab EUR 600 pro Monathoch, meist mit spezialisierter Agenturwachsende Händler, B2B
PrestaShopSoftware kostenlos, viele Module kostenpflichtigmittel bis hochtechnisch versierte Händler mit Entwickler
Wix, Jimdo, Squarespacegünstiges Abogeringsehr kleine Sortimente, erster Test
Magento und Adobe CommerceOpen Source kostenlos, Adobe Commerce Lizenz auf Anfragesehr hoch, eigenes Entwicklerteamgrosse Händler mit komplexen Prozessen

Wichtig zu wissen: Die Preise gelten für Software und Abo, Stand September 2026, ohne MWST. Dazu kommen je nach System Apps oder Plugins, Hosting und die Umsetzung des Shops.

Shopify oder WooCommerce: was passt zu welchem KMU?

Shopify passt zu Unternehmen, die den Shop selbst betreuen und sich nicht um Technik kümmern wollen, WooCommerce zu Unternehmen mit speziellen Anforderungen und jemandem, der die Technik betreut. Die Tabelle zeigt die Unterschiede, die in der Praxis am meisten zählen. Wie WordPress im Vergleich mit anderen Systemen für die Webseite abschneidet, zeigt der Ratgeber zu den besten CMS-Systemen für KMU.

Shopify oder WooCommerce, einfach selbst pflegen oder individuell anpassen
KriteriumShopifyWooCommerce
Pflege im Alltageinfach, auch ohne Technikkenntnisseanspruchsvoller, Updates von WordPress, Theme und Plugins
Hosting und Sicherheitinklusiveeigenes Hosting, Sicherheit selbst oder über eine Agentur
Individuelle Funktionenüber Apps, im Rahmen der Plattformfast alles umsetzbar, auch eigene Schnittstellen
Webseite und ShopShop steht im Zentrumein gemeinsamer Auftritt mit der WordPress-Webseite

Was ein Shop mit Shopify oder WooCommerce bei uns kostet, zeigt die Übersicht der Onlineshop-Kosten. Wer Webseite und Shop gemeinsam plant, findet die Preise für den Webseitenteil unter Webseite-Kosten. Updates, Sicherheit und Betreuung nach dem Start decken unsere Wartungspakete ab, für WordPress, WooCommerce und Shopify.

Was braucht ein Schweizer Onlineshop?

Ein Schweizer Onlineshop braucht vor allem TWINT, den Kauf auf Rechnung und oft mehrere Landessprachen. Beide Systeme können das, der Weg dorthin ist aber unterschiedlich.

KriteriumShopifyWooCommerce
TWINTdirekt über Shopify Payments, im Basic-Plan 1,75 % plus CHF 0.30 pro Zahlungüber Plugins von Zahlungsanbietern
Kauf auf Rechnungüber Apps von Rechnungsanbieternüber Plugins von Rechnungsanbietern
Mehrere Sprachenmit der kostenlosen Shopify-App Translate & Adaptüber Übersetzungs-Plugins wie WPML
Fremde Zahlungsanbieterzusätzliche Shopify-Gebühr von 2 % im Basic-Plankeine zusätzliche Plattformgebühr

Die Gebühren stammen aus der Preisübersicht von Shopify Schweiz und sinken in den höheren Plänen. Welche Zahlungsarten Schweizer Kunden am häufigsten nutzen, zeigt der Ratgeber zur Conversion Rate Optimierung.

Wann wechseln Unternehmen das Shopsystem?

Am häufigsten wechseln Unternehmen von einem Baukasten wie Wix oder Jimdo zu Shopify, weil diese Plattformen schnell an ihre Grenzen stossen. Der umgekehrte Weg von Shopify zu WordPress mit WooCommerce ist in unseren Projekten selten. Die Tabelle zeigt die Wechsel, die wir in der Praxis sehen.

Shopsystem wechseln, vom Baukasten mit zu wenig Platz zu einem Shopsystem, das mitwächst
WechselWie oftTypischer Grund
Wix oder Jimdo zu ShopifyoftDer Baukasten stösst schnell an seine Grenzen.
WordPress-Webseite ohne Shop zu ShopifyoftEin kleines Unternehmen mit älterer WordPress-Webseite will neu auch online verkaufen.
Shopify zu WordPress mit WooCommercesehr seltenDie Ansprüche sind so gestiegen, dass Shopify sie nicht mehr abdeckt.
Marco Hofer, Gründer, CEO und Marketing
Marco Hofer, Gründer, CEO und Marketing

Warum wir auf Shopify und WooCommerce setzen

Marco Hofer, Gründer, CEO und Marketing
Marco Hofer, Gründer, CEO und Marketing

Wir arbeiten ausschliesslich mit Shopify und WooCommerce. Welches der beiden Systeme wir empfehlen, hängt von Grösse und Anforderungen ab. WordPress mit WooCommerce empfehlen wir grösseren Kunden mit speziellen Anforderungen oder dem Wunsch nach individuellen Lösungen. Diese Shops betreuen wir entweder selbst, oder die Webabteilung des Kunden übernimmt die Pflege intern. In allen anderen Fällen setzen wir auf Shopify. Mehr zu den beiden Plattformen steht auf den Seiten Shopify Agentur und WooCommerce Agentur.

«Shopify lässt sich nach ein oder zwei Schulungsterminen wunderbar selbst bedienen. Für kleinere Unternehmen, die vieles selber machen wollen oder müssen, ist das meistens das entscheidende Kriterium.»

Gründer, CEO und Marketing

Unser Fazit

Fazit und unsere Einschätzung als Agentur

Für die meisten Schweizer KMU fällt die Wahl auf Shopify oder WooCommerce. Welches davon, entscheidet sich an den Anforderungen und an den Ressourcen nach dem Start. Drei Empfehlungen aus unserer Praxis.

  1. Anforderungen vor dem System klären. Sortiment, Sprachen, Zahlungsarten und Schnittstellen gehören auf eine Liste, bevor ein System gewählt wird.
  2. Kosten über drei Jahre vergleichen. Ein tiefer Startpreis sagt wenig, wenn Abo, Apps, Hosting und Wartung dazukommen.
  3. Nicht zu klein starten, wenn Wachstum geplant ist. Ein Wechsel vom Baukasten auf ein anderes System bedeutet einen Neuaufbau mit sauberen Weiterleitungen.

Noch Fragen?

Häufige Fragen zum besten Shopsystem

Kurz und verständlich beantwortet, ohne Fachjargon. Die passende Antwort ist meist schon dabei.

Welches Shopsystem ist das beste für kleine Unternehmen?

Für kleine Unternehmen ist Shopify meist die beste Wahl, weil Hosting, Sicherheit und Updates inklusive sind und sich der Shop ohne Technikkenntnisse pflegen lässt. WooCommerce lohnt sich, wenn bereits eine WordPress-Webseite besteht oder besondere Funktionen nötig sind.

Der Basic-Plan kostet CHF 21 pro Monat bei jährlicher Zahlung und CHF 29 bei monatlicher Zahlung. Dazu kommen Gebühren pro Zahlung, zum Beispiel 2,95 % plus CHF 0.30 für Kreditkarten im Basic-Plan, sowie allfällige kostenpflichtige Apps (Stand September 2026).

Die Software selbst ist kostenlos. Kosten entstehen für Hosting, kostenpflichtige Plugins und die Wartung, also Updates und Sicherheit. Über mehrere Jahre gerechnet ist WooCommerce deshalb nicht automatisch günstiger als Shopify.

Ja. In der Schweiz lässt sich TWINT direkt über Shopify Payments anbieten. Im Basic-Plan kostet eine TWINT-Zahlung 1,75 % plus CHF 0.30.

Welcher Zahlungsanbieter zu welchem Shop passt und was TWINT, Karten und PostFinance Pay bei den einzelnen Anbietern kosten, zeigt unser Zahlungsanbieter-Vergleich.

Mit beiden Systemen lassen sich sehr gute Rankings erreichen. WooCommerce bietet mehr technische Freiheit, Shopify nimmt mehr Technik ab. Entscheidend sind am Ende Inhalte, Ladezeit und eine saubere Struktur, nicht das System.

Ja, aber es ist aufwändig. Produkte, Kunden und Bestellungen müssen übertragen, das Design neu umgesetzt und alle alten Adressen per Weiterleitung auf die neuen umgeleitet werden. Deshalb lohnt es sich, von Anfang an ein System zu wählen, das mitwachsen kann.

Für einen ersten Test mit wenigen Produkten kann ein Baukasten reichen. Bei Design, Suchmaschinenoptimierung und individuellen Funktionen stösst er aber schnell an Grenzen. Wer mit dem Shop wachsen will, fährt mit Shopify oder WooCommerce meist besser.

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